Schule Bahrenfelder Straße

Theater vor den Häusern Altonas

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Im Anschluss an die Theater/Kunst/Musik-Projekttage der zweiten Klassenstufe – unter der Leitung von Anneke Naumann und Barbara Henneberg – zu Szenen des Musiktheaterstücks „Nils Holgersson“ (Barbara H.) haben wir gemeinsam mit einer Gruppe von 17 Kindern aus dem Jahrgang ein Stück zum Thema „Verwandlung und Verzauberung“ entwickelt. Im Mittelpunkt standen u.a. das Spiel mit Perspektiv- und Statuswechsel: „Wie fühlt es sich an, groß oder klein zu sein? Wie ändert sich dadurch mein Blick auf die Welt, die Menschen und mich selbst?“. Verwandlung wird als Mittel zum „Sich entwickeln“ ins Zentrum des Geschehens gestellt und mit vielen unterschiedlichen Ausdrucksmitteln in Szene gesetzt. „Was macht es mit mir und den Anderen, verwandelt zu werden?“ „Kann ich mich auch selbst verwandeln und wie geht das?“ Diesen Fragen haben wir uns performativ, dialogisch-szenisch und musikalisch angenähert. Entstehende Emotionen und Stimmungen haben wir experimentell im rhythmischen Sprechen und mit musikalischen Mitteln (vom Singen bis hin zu Geräuschen) ausgedrückt und verstärkt.
Es ist ein Stück entstanden, das die Geschichte von Nils Holgersson ganz neu und anders erzählt. Wie der originale Nils Holgersson sind die vier Nilse des Stückes gar nicht nett zu anderen Menschen und Tieren. Und so werden auch sie von Zauberwesen geschrumpft und erleben, dass sogar kleine Käfer plötzlich größer und mächtiger sind als sie. Es bleibt aber nicht bei dieser einen Verwandlung. Mit Hilfe einer Verwandlungs- und Zeitmaschine verwandeln die Zauberwesen sie erneut, dieses Mal in Bären. So müssen sich die Nilse plötzlich als Bären unter Bären behaupten. Doch diese Herausforderung ist zu groß und gefällt ihnen auch nicht. Was tun? Um der Situation zu entkommen, unternehmen die Nilse den phänomenalen Versuch, sich mit der Maschine selbst zu verwandeln. Es funktioniert! Als Freunde fliegen sie mit den Gänsen gemeinsam in die Menschenwelt zurück.


Die Wirkung des Spiels sollte durch Bildprojektionen der Projekttage und durch das Instrumentalensemble der Schule Bahrenfelder Straße unter der Leitung von Willie Jakob unterstützt werden. Sie haben Themen aus den Kompositionen von Barbara H. vertont.

Nils und die Verwandlungen

Wie können die 17 Kinder aus zweiten Klassen unser Theaterprojekt trotz Corona weiter (er)leben? Für uns wurde klar: wir müssen alle Kinder einzeln treffen, ihnen begegnen, sie sehen, mit ihnen reden und vor allem spielen! Kein Mindestabstand konnte uns davon abhalten, die Kinder zu besuchen. Aber natürlich nicht in ihren Wohnungen, sondern auf ungewöhnlichen Bühnen – vor den Haustüren, in Treppenhäusern, Innenhöfen und auf der Straße. Das Publikum? Passanten, Hausbewohner, Eltern und Geschwister… und wir.

Entstanden sind Foto- und Filmaufnahmen, auf denen die Kinder zeigen, wo sie leben, auf denen sie Theaterübungen machen, singen, Nils als sprechender Puppe begegnen, in andere Rollen schlüpfen oder zaubern… WIDDE-DI-WADDE-DI-BU! Durch die Corona-Abstandsregel wurde die Lieblingsübung der Kinder, die Marionettenübung (einer führt den Anderen), zu einer Selbstver­zauberungs­übung, bei der die Marionette gleichzeitig Marionettenspieler_in ist. Mit uns als begeisterten Zuschauer_innen.

Theater bedeutet zuallererst Zusammentreffen und Zusammensein, das haben wir dabei intensiv erlebt! Danke Lili, Samiratou, Lotta, Miray, Nives, Marisa, Cemre, Firaasah, Jule, Pheline, Noa Anna, Maila, Tadija, Noam, Mooke, Josias und Émile für unser privatöffentliches Bühnenstück auf den Straßen Ottensens und für diese tollen gemeinsamen Momente!

 

Spielleitung: Barbara Henneberg & Anneke Naumann
Spieler_innen: 17 Schüler_innen des zweiten Jahrgangs
Dauer des Stückes: ca. 25 Min.

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